Tag 8-9: Klimawandel live

Am Tag 9 machen wir uns von unserem Basis-Lager auf zum Stübel Gletscher des Chimborazos. Zum ersten Mal können wir hier auf 5000 Metern Höhe den Klimawandel ganz direkt und unmittelbar beobachten.

Seit 2015 hat sich der Gletscher mehr als 150 Meter Höhenmeter zurückgezogen.

Mit hochaufgelösten Fotos dokumentieren wir den Rückgang des Gletschers. Auf den hochauflösenden Aufnahmen lassen sich die Strukturen des Gletschers gut erkennen.

Durch die schwierigen Bedingungen vor Ort war zuerst unsere Eis-Beprobung des Gletschers in Gefahr. Zum Glück bot uns unser großartiger Guide Jaimel Vargas trotz schwierigem Gelände an, mit Eispickel und leichtem Gepäck eine Probe von der Oberfläche des Stübel-Gletschers zu holen.

 

Aufstieg zum Stübel Gletscher (im Hintergrund der Chimborazo)

Am Morgen bevor wir zum Gletscher aufgebrochen sind, ist es Christian noch gelungen, im Morgennebel eine Gruppe Vikunjas zu sichten.

Neben dem Guanako (Lama guanicoe), das eher im Süden des Kontinents verbreitet ist, ist das Vikunja eine der beiden wildlebenden Kamelarten Südamerikas. Sie sind die Stammformen der domestizierten Lamas und Alpakas.

Die Vikunja-Population am Chimborazo wurde hier vor einigen Jahrzehnten ausgewildert – das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Peru über Bolivien und Chile bis in den Norden Argentiniens.

Am Tag zuvor sind wir zum Abras-Gletscher aufgestiegen.

An der Gletschermoräne des Abras-Gletschers angekommen
Austausch mit Ferrán Cabrero von der Universidad Estatal Amazonica über den Rückzug des Abras-Gletschers
Lagune beim Aufstieg zum Abras-Gletscher,

Hier oben ist bis auf das Rauschen des Wassers und Wind so gut wie nichts zu hören.

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